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Das Bundesheer der Zweiten Republik

Von der Besatzungszeit zu den Auslandseinsätzen – ein Rundgang

 

Die erste Nachkriegszeit

Die kampflose Übergabe der Stadt Salzburg an die 3. US-Infanterie-Division am 4. Mai 1945 und die Zeit der Besetzung Österreichs durch die vier Alliierten Mächte.

Geheimarmeen, US-Waffenlager und B-Gendarmerie

Der Beginn des kalten Krieges und die ersten Bestrebungen in Österreich über die B-Gendarmerie ein Bundesheer wieder zu errichten.

Raumverteidigung

Das Konzept der Raumverteidigung sah vor,  Österreich in strategisch definierten geografischen Räumen – Schlüsselzonen und Raumsicherungszonen – hinhaltend zu verteidigen.

Internationale Einsätze

Ob Friedenssicherung, humanitäre Hilfe oder Katastrophenhilfe: Das Österreichische Bundesheer steht Tag für Tag mit seinen Soldaten im Dienste des Friedens.

1960 erfolgte der erste internationale Einsatz im Rahmen eines UNO-Mandates mit einem Sanitätskontingent im Kongo. Dem folgte ab 1964 ein Feldspital in Zypern.

Aktuell – im April 2019 – sind rund 1028 österreichische Soldaten bei 14 Missionen auf drei Kontinenten im Einsatz. Die personalintensivsten Kontingente stehen im Kosovo (428), in Bosnien und Herzegowina (337) und im Libanon (184).

Einsätze im Inland

Katastrophenhilfe und Grenzsicherung waren und sind die Hauptaufgaben des österreichischen Bundesheeres bei seinen Einsätzen seit dem Jahr 1956.

Gleich in den ersten Tagen des Bestehens kam 1956 die erste Bewährungsprobe mit dem Einsatz an der ungarischen Grenze. 1967 kam es zu Sprengstoffanschlägen im Südtiroler Grenzraum. Das Bundesheer war im Sicherungseinsatz. 1968 erfolgte der Einmarsch der UdSSR in die Tschechoslowakei. Der Sicherungseinsatz fand im 20-km Abstand zur Grenze statt. Die Bundesregierung wollte Russland „nicht provozieren“. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs stand das Bundesheer bis Dezember 2011 im Assistenzeinsatz Grenzraumüberwachung. Seit Herbst 2015 steht das Bundesheer in Folge der Flüchtlingswelle wieder im Assistenzeinsatz für das Innenministerium. Dieses Mal nicht nur an der Grenze, sondern auch im Inneren Österreichs.

Luftraumüberwachung

Ortsfeste und mobile Radarstationen sind die bodengebundene Komponente der Luftraumüberwachung.

Zum Schmunzeln: Trotz vieler Versuche ist es noch nicht gelungen, einen der besuchenden Politiker dazu zu bringen, im Schleudersitz des Saab Draken Platz zu nehmen. Das dazugehörige Flugzeug – Saab Draken – ist im Original im Außengelände (vor dem Kommando Luftstreitkräfte)zu besichtigen.

Lagekarte

Links eine Lagekarte in einem kleinen Gefechtsstand, eine Telefonvermittlung und rechts eine Kanzlei eines Wirtschaftsunteroffiziers in der Kaserne und im Einsatz.

Soldatenunterkunft in den 70er Jahren

Von der Übernahme der Schwarzenbergkaserne von den US-Streitkräften bis in die späten 90er Jahre waren die 50-Mann-Schlafsäle der Unterbringungsstandard für Grundwehrdiener. Die heutigen Ausstellungssäle waren dazu mit ihren jeweils zehn Kojen zu je vier Mann, vier Betten, vier Spinden sowie im Gang hinten mit nochmals zwei bis fünf Stockbetten in Benützung. So konnte man einen Zug Soldaten mit 48 Mann geschlossen in einem Raum unterbringen.

Stockbett, Holzspind, Hocker, Kreuzbeintisch (längs im Mittelgang), Essgeschirr, Teekannen usw. waren die karge Ausstattung.

Dicke Überziehstiefel aus Filz für Wachsoldaten schützten bei extremen Außentemperaturen.

Kanzlei eines Kompaniekommandanten

einer Panzerkompanie.

Hinweis: Eine große Zahl an verschiedenen Panzerfahrzeugen ist im Außengelände zu besichtigen. Sehr viele Panzermodelle werden im Obergeschoß in der wehrgeschichtlichen  Modellsammlung im rechten Saal gezeigt.

Mittelgang

Alpinsoldat, Hauptfrau im Ausgangsanzug und viele weitere Figurinen zeigen Ihnen unterschiedlichste Adjustierungen von Soldaten und Soldatinnen von 1956 bis heute.
Eine rückstoßfreie Panzerabwehrkanone (rPak), ein mitlerer Granatwerfer (mGrw), ein originales Drakencockpit mit Schleudersitz befinden sich im Mittelgang.